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FaGe-Jobs & Stellen als Pflegefachfrau/­Pflegefachmann

Finde den Arbeitgeber, der Dich wertschätzt

Du kennst den Alltag im Gesundheitswesen besser als jeder andere: Der Wecker klingelt zu früh, die Schichten sind lang, und oft bleibt kaum Zeit für das, was Dir am wichtigsten ist – die Menschen. Wenn Du gerade nach FaGe Jobs, Stellen als Pflegefachfrau/Pflegefachmann oder einer Position in der Pflegeleitung suchst, willst Du keine leeren Versprechen hören. Du willst wissen, was Dich wirklich erwartet.

Vielleicht bist Du frisch ab der Ausbildung und suchst Deinen ersten «richtigen» Platz. Vielleicht arbeitest Du seit zwanzig Jahren in der Pflege und merkst, dass Deine aktuelle Stelle Dich ausbrennt. Oder Du kommst nach einer Pause zurück. Egal, wo Du stehst: Der Arbeitsmarkt in der Schweiz hat sich gedreht. Du bist gefragt – als FaGe, als Pflegefachperson oder als Führungskraft. Das bedeutet, Du musst Dich nicht mehr für den erstbesten Job verbiegen. Du darfst Ansprüche stellen. Hier erfährst Du, worauf Du bei der Suche achten musst, welche Türen Dir offenstehen und wie Du Stellenangebote richtig liest, um Enttäuschungen zu vermeiden.

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FaGe, Pflegefachfrau/­Pflegefachmann oder Pflegeleitung: Was der Markt Dir aktuell bietet

Kompetenzen, Verantwortung und Karrierechancen

Die Unterscheidung zwischen Fachperson Gesundheit (FaGe) und diplomierter Pflegefachfrau bzw. diplomiertem Pflegefachmann (HF/FH) ist auf dem Papier klar. In der Realität verschwimmen die Grenzen jedoch oft – oder werden künstlich starr gehalten. Beides hat Auswirkungen auf Deine Jobsuche.

Für die FaGe: Mehr als nur «Helfen»
Als Fachfrau oder Fachmann Gesundheit bist Du oft die Person, die am nächsten am Patienten ist. Viele FaGe Stellen bieten heute deutlich mehr Kompetenzen als noch vor einigen Jahren. In modernen Betrieben übernimmst Du medizinaltechnische Verrichtungen und trägst Verantwortung für den Pflegeprozess in stabilen Situationen.
Wenn Du Stellenanzeigen liest, achte genau auf den Kompetenzbereich: Darfst Du Dein Wissen anwenden? Oder sucht der Betrieb eigentlich eine billigere Pflegefachkraft? Ein guter Arbeitgeber definiert klar, wo Deine Verantwortung liegt, und fördert Dich durch Weiterbildungen, etwa in der Wundversorgung oder Palliative Care.

Für die Pflegefachfrau/den Pflegefachmann: Führung und Fachwissen
Bei Stellen für Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner liegt der Fokus oft auf der komplexen Prozesssteuerung, der Triage und der Führung von FaGe-Lernenden oder Teams. Hier ist der Markt extrem ausgetrocknet. Das ist Dein Vorteil: Du kannst Bedingungen aushandeln, die früher undenkbar waren.
Achte bei der Suche nicht nur auf den Lohn. Frage nach dem Betreuungsschlüssel. Wie viele Patienten kommen auf eine diplomierte Pflegefachperson im Nachtdienst? Gibt es administrative Entlastung? Die besten Jobs sind die, die Dir den Rücken freihalten, damit Du Deine Fachkompetenz am Patientenbett einsetzen kannst, statt nur Formulare auszufüllen.

Für Führungskräfte: Dein Weg in die Pflegeleitung
Du willst mehr Verantwortung übernehmen und Teams führen? Der Bedarf an qualifizierten Führungskräften in der Pflege ist enorm. Ob Stationsleitung, Teamleitung oder Pflegedienstleitung – diese Positionen bieten Dir die Möglichkeit, nicht nur Dein Fachwissen einzubringen, sondern auch die Arbeitsbedingungen für Dein Team aktiv mitzugestalten.


Bei jobboxx.ch bieten wir Dir eine klare Karriereleiter: Von der Pflegefachperson zur Teamleitung, von der Teamleitung zur Stationsleitung, von der Stationsleitung zur Pflegedienstleitung. Wir begleiten Dich auf diesem Weg mit gezielten Weiterbildungsmöglichkeiten und vermitteln Dich an Arbeitgeber, die Führungspotenzial erkennen und fördern.

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Wo willst Du arbeiten? Deine Optionen im Realitäts-Check

Ein ehrlicher Vergleich der häufigsten Arbeitsumgebungen

«Gesundheitswesen» ist ein riesiger Begriff. Deine Arbeitszufriedenheit hängt massiv davon ab, ob das Setting zu Deinem Typ passt – egal ob Du als FaGe, Pflegefachperson oder in einer Leitungsfunktion arbeitest.

1. Das Akutspital: Adrenalin vs. Hierarchie
Hier lernst Du am meisten in kurzer Zeit. Die medizinische Technik ist top, die Fälle sind komplex.

  • Vorteil: Du siehst extrem viel, arbeitest interdisziplinär und hast oft geregeltere Strukturen als in kleinen Heimen. Für Pflegefachpersonen bieten sich hier zahlreiche Spezialisierungsmöglichkeiten.
  • Herausforderung: Der Druck ist hoch, die Entlassungen sind schnell getaktet («Drehtüreffekt»). Als FaGe musst Du hier oft sehr genau um Deinen Platz im Team kämpfen, da die Hierarchien in Spitälern oft noch steiler sind.
     

2. Die Langzeitpflege (Alters- und Pflegeheime): Beziehung vs. Belastung
Wenn Du Menschen über Jahre begleiten willst, ist das Dein Ort. Hier baust Du echte Beziehungen auf.

  • Vorteil: Du kennst Deine Bewohnerinnen und Bewohner und deren Geschichten. Das Team ist oft familiärer. Es gibt viele FaGe Stellen mit hoher Verantwortung, etwa als Tagesverantwortliche. Pflegefachpersonen übernehmen hier oft die fachliche Leitung ganzer Wohnbereiche.
  • Herausforderung: Die körperliche Belastung ist oft höher. Zudem fehlt manchmal der ärztliche Support im Haus, was bedeutet, dass Du selbstständiger entscheiden musst (und darfst).

3. Die Spitex: Freiheit vs. Einsamkeit
Du bist allein unterwegs, in Deinem Auto oder auf dem E-Bike. Du kommst in die Privatsphäre der Klientinnen und Klienten.

  • Vorteil: Maximale Selbstständigkeit. Keine Vorgesetzten, die Dir ständig über die Schulter schauen. Du musst improvisieren und kreativ sein. Sowohl FaGe als auch Pflegefachpersonen sind hier gleichermassen gefragt.
  • Herausforderung: Du bist auf Dich gestellt. Bei Notfällen musst Du souverän handeln. Geteilte Dienste (morgens und abends arbeiten, dazwischen frei) sind in manchen Betrieben noch üblich – achte hier genau auf das Arbeitszeitmodell.

4. Psychiatrie und Reha: Zeit vs. Geduld
Hier ticken die Uhren anders. Es geht weniger um Somatik, mehr um den Menschen und die Psyche.

  • Vorteil: Die körperliche Pflege tritt oft in den Hintergrund (je nach Abteilung). Du hast mehr Zeit für Gespräche und Milieutherapie. Für Pflegefachpersonen bieten sich hier interessante Weiterbildungen in psychiatrischer Pflege.
  • Herausforderung: Die psychische Belastung kann enorm sein. Du brauchst eine hohe Stabilität und Frustrationstoleranz.
stellenanzeigen

Warnsignale in Stellenanzeigen erkennen

Was typische Formulierungen wirklich bedeuten

Papier ist geduldig, und das Internet auch. Wenn Du Stellen als Pflegefachfrau/Pflegefachmann, FaGe oder in der Pflegeleitung durchsuchst, achte auf die Zwischentöne. Hier übersetzen wir typische Formulierungen aus dem «Recruiting-Deutsch»:

  • «Hohe Belastbarkeit und Flexibilität»: Das heisst oft: Wir sind chronisch unterbesetzt und erwarten, dass Du einspringst, wenn jemand krank wird – auch an Deinem freien Wochenende. Frage im Vorstellungsgespräch konkret nach: «Wie oft musste das Team im letzten Monat aus dem Frei einspringen?»

  • «Dynamisches Umfeld»: Kann bedeuten: Es herrscht Chaos, die Prozesse sind nicht definiert, und Du musst Dir Deine Informationen selbst zusammensuchen.

  • «Familiäres Team»: Das kann toll sein, kann aber auch bedeuten: Wir haben keine professionellen Strukturen, und Konflikte werden persönlich genommen statt sachlich gelöst.

Suche stattdessen nach konkreten Angeboten: Wird die Dienstplanung zwei Monate im Voraus gemacht? Gibt es einen festen Nachtwachen-Pool, damit Du nicht ständig wechseln musst? Werden Weiterbildungen nicht nur «unterstützt», sondern auch bezahlt (Zeit und Geld)?

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Dein Lohn und Deine Zukunft

Mehr als nur das Gehalt auf dem Konto

Die Frage «Wer verdient mehr?» ist einfach zu beantworten: Als Diplomierte oder Diplomierter verdienst Du mehr als als FaGe, und im Spital oft mehr als im Heim (wobei sich das durch kantonale Angleichungen ändert). In Leitungspositionen steigt das Gehalt entsprechend der Verantwortung. Aber der Lohn auf dem Konto ist nicht alles.

Achte auf die Zulagen. Wie werden Wochenenden, Nächte und Pikett-Dienste vergütet? Gibt es Zeitzuschläge, die Du als Freizeit nehmen kannst? Ein etwas tieferer Grundlohn kann durch gute Zulagen und vor allem durch gute Sozialleistungen (Pensionskasse!) mehr als ausgeglichen werden.

Viel wichtiger für Deine Zukunft ist jedoch die Entwicklung. Kannst Du Dich als FaGe zur Pflegefachfrau HF bzw. zum Pflegefachmann HF weiterbilden lassen, während Du arbeitest? Bietet der Arbeitgeber verkürzte Studiengänge an? Wenn Du bereits diplomiert bist: Gibt es Möglichkeiten zum Nachdiplomstudium (NDS) in Anästhesie, Intensiv- oder Notfallpflege, die vom Betrieb finanziert werden? Und wenn Du in die Führung möchtest: Werden Weiterbildungen in Pflegemanagement oder Leadership unterstützt?

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Der einfache Weg zur Bewerbung

Kein bürokratischer Hürdenlauf

Du hast keine Zeit und keine Lust, stundenlang Motivationsschreiben zu verfassen, in denen Du erklärst, warum Du «schon immer» in diesem einen Heim arbeiten wolltest. Das wissen auch die Arbeitgeber. Gute Betriebe machen es Dir heute leicht. Bei jobboxx findest Du Stellen, die genau darauf ausgelegt sind: klare Informationen, direkter Kontakt, kein bürokratischer Hürdenlauf.

Deine Checkliste für die Bewerbung

  • Lebenslauf aktualisieren: Muss nicht schick designt sein, aber lückenlos und ehrlich.
  • Diplome und Arbeitszeugnisse: EFZ, HF-Diplom und alle Deine Arbeitszeugnisse bereithalten.
  • SRK-Anerkennung: Wir übernehmen die Kosten für Deine SRK-Anerkennung, sobald Du über uns im Einsatz bist – egal ob temporär oder in einer Festanstellung.
  • Kurzprofil: Statt eines langen Anschreibens reicht oft eine kurze E-Mail oder ein Profiltext: «Ich bin FaGe mit 5 Jahren Erfahrung in der Akutpflege, suche ein Pensum von 80% und möchte keine geteilten Dienste mehr.» Oder: «Ich bin diplomierte Pflegefachfrau und suche den nächsten Karriereschritt in eine Leitungsfunktion.» Das ist ehrlich, direkt und spart allen Zeit.
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Nutze die aktuelle Marktlage für Dich

Finde den Arbeitgeber, der auch für Dich da ist

Schau Dir die FaGe-Jobs, Stellen als Pflegefachfrau/Pflegefachmann und Positionen in der Pflegeleitung genau an. Vergleiche nicht nur die Logos der Kliniken, sondern die Bedingungen für Dein Leben. Du leistest jeden Tag Enormes für andere – sorge dafür, dass Du einen Arbeitgeber findest, der das auch für Dich tut.